Beim Aktivieren der Vorlesesoftware werden Inhalte von der Linguatec-Website geladen und dadurch Ihre IP-Adresse an Linguatec übertragen. Ihre Zustimmung zur Datenübertragung können Sie jederzeit widerrufen. Mehr Informationen und eine Möglichkeit zum Widerruf Ihrer Zustimmung zur Datenübertragung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie die Vorlesesoftware jetzt aktivieren möchten, klicken Sie auf Vorlesesoftware aktivieren.


Wenn Sie möchten, dass die Vorlesesoftware auf dieser Website künftig automatisch aktiviert wird, klicken Sie auf Vorlesesoftware immer aktivieren. Dadurch wird diese Einstellung mithilfe eines Cookies in Ihrem Browser gespeichert.
Die Vorlessesoftware wurde aktiviert. Bevor die Seite vorgelesen werden kann, muss sie einmal aktualisiert werden. Klicken Sie auf Seite aktualisieren, wenn Sie die Seite jetzt aktualisieren möchten.


Achtung: Falls Sie auf dieser Seite bereits Daten in ein Formular eingegeben haben, werden diese beim Aktualisieren gelöscht. Bitte speichern Sie in diesem Fall zuerst Ihre Formulareingaben, bevor Sie die Seite aktualisieren.
Pressemitteilung Nr. 076
München, 17.03.2023

FÜRACKER: 175. JUBILÄUM FÜR MAXIMILIAN II. – BAULICHER MAXIMILIANSTIL PRÄGT MÜNCHEN BIS HEUTE
Nach Abdankung König Ludwigs I. am 20. März 1848 bestieg dessen erstgeborener Sohn den bayerischen Thron

„Am Abend des 20. März 1848 schrieb König Ludwig I. freiwillig seine Abdankungsurkunde – sein erstgeborener Sohn, Maximilian II., übernahm die Regierungsgeschäfte. Anlässlich dieses 175. Jahrestages möchten wir an beide herausragenden Persönlichkeiten erinnern, die durch ihr Schaffen Bayern maßgeblich mitgestalteten“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. „Das heutige Maximilianeum, eines der Wahrzeichen unserer Landeshauptstadt und Sitz des Bayerischen Landtags, verdanken wir Maximilian II. von Bayern. Er ließ 1857 den Grundstein des Maximilianeums legen und schuf seit seinem Regierungsantritt vor 175 Jahren sogar namensgebend einen neuen Stil bei königlichen Bauprojekten – den neogotischen Maximilianstil. Auch sein Vater, König Ludwig I. von Bayern, hat sich mit der Verwirklichung vieler einmaliger Bauprojekte ein Denkmal geschaffen – auch sie faszinieren bis heute Menschen aus aller Welt: So etwa den Ausbau der Münchner Residenz, den Bau der Walhalla, der Befreiungshalle und des Pompejanums“, so Füracker.

Ludwig I. wurde als Ludwig Karl August am 25. August 1786 in Straßburg geboren und stammt aus dem Geschlecht der Wittelsbacher. Seine Hochzeit im Jahr 1810 mit Therese von Sachsen-Hildburghausen begründete das heute weltweit größte Volksfest, das Münchner Oktoberfest. Seinem Vater Maximilian I. Joseph von Bayern folgend bestieg Ludwig I. am 13. Oktober 1825 den bayerischen Thron und betrieb zunächst eine gemäßigt liberale Politik. Aufgrund seines zunehmend autokratischen Herrschaftsstils stand er bald in einem dauerhaften Konflikt mit dem Landtag. In den ersten Wochen des Jahres 1848 kam es in ganz Bayern vermehrt zu demokratisch und liberal motivierten Unruhen und Aufständen. Ludwig I. gab daraufhin einigen Forderungen der Revolutionäre nach, berief ein liberaleres Kabinett und unterzeichnete mit erheblichen Zugeständnissen die sogenannte Märzproklamation. Zusätzlich sorgte seine Affäre mit der irischen Tänzerin und Hochstaplerin Lola Montez für Spannungen in Politik und Bevölkerung. Schlussendlich war König Ludwig I. dazu gezwungen, Montez die von ihm zuvor verliehene bayerische Staatsbürgerschaft zu entziehen und sie per Fahndungsaufruf polizeilich suchen zu lassen. In Folge dieser Ereignisse dankte Ludwig I. schließlich am 20. März 1848 zugunsten seines Sohnes Maximilian II. ab.

Maximilian II. wurde am 28. November 1811 in München geboren. Anders als sein kunstverliebter und eigensinniger Vater hinterfragte der historisch interessierte Maximilian II. stets seine monarchischen Pflichten. Er übte sein Amt unter deutlichen Einschränkungen der Machtbefugnisse sachlich und überlegt aus. Der neue Monarch bemühte sich, den Status Bayerns als souveräne Mittelmacht zu wahren und einen süddeutschen Machtblock unter bayerischer Führung zwischen Preußen und Österreich zu etablieren. Mit ausgleichenden öffentlichen Gesten gelang es Maximilian II. in der folgenden Zeit, die Lage in der für die bayerische Monarchie kritischen Situation zu stabilisieren und sich bis zu seinem Tod im Jahr 1864 an der Macht zu halten.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Postfach 22 15 55, 80505 München
Pressesprecher: Dennis Drescher
Telefon: 089 2306-2460
Telefax: 089 2809327
E-Mail: presse@stmfh.bayern.de
Internet: www.stmfh.bayern.de